Besonders im coronabedingten Home Office machen viele Handwerker die Erfahrung, dass ihr Arbeitsplatz nach einer gewissen Zeit eher chaotisch aussieht. Das ist nicht hilfreich, um produktiv zu arbeiten! Heute stellen wir Ihnen deshalb einige Tipps vor, wie Sie Ihren Arbeitsplatz im Büro oder zuhause gut organisieren – für ein besseres Arbeiten.

Was für einen organisierten Arbeitsplatz spricht

Unordnung signalisiert Ihrem Gehirn, dass zusätzliche Arbeit zu erledigen ist. Wenn sich Ihr Gehirn von all dieser (tatsächlichen und wahrgenommenen) Arbeit überwältigt fühlt, löst dies eine Stressreaktion aus. Durch die Organisation Ihres Arbeitsbereichs wird die Häufigkeit dieser Stressreaktion verringert und Sie erhalten ein Gefühl der Kontrolle.

Zwei Dinge sind dabei zu beachten:

  • Sie müssen sich in Ihrer Arbeitsumgebung wohl und produktiv fühlen können
  • Sie sollten so wenig wie möglich abgelenkt werden

Diese beiden Dinge zu vereinbaren ist nicht immer leicht, aber darin liegt viel Potenzial verborgen!

Organisiert, aber individuell!

Das Wichtigste ist, dass Sie gut arbeiten können. Speziell im Home Office gehört Ihr Arbeitsbereich ganz Ihnen selbst – kein Kollege wird kommen und dort arbeiten. Das heißt, Sie haben zusätzlichen Spielraum zur Gestaltung ihrer Umgebung!

Fragen Sie sich selbst, was Teil Ihres Arbeitsplatzes sein soll und was nicht. Das kann

  • Farbgestaltung durch Designelemente
  • Beleuchtung und Ausleuchtung
  • Zimmerpflanzen
  • Hintergrundmusik
  • Digitale Hilfsmittel

und vieles mehr beinhalten. Wichtig ist aber auch, dass Sie kritisch beurteilen können, was Ihnen bei der Arbeit hilft. Wenn das Smartphone dazu verleitet, ständig Facebook zu öffnen, es aber vor Ihnen liegt, weil iTunes läuft – dann brauchen Sie eine andere Lösung. Das kann ein Media Player am PC/Laptop oder eine YouTube Wiedergabeliste sein. Hauptsache, die Ablenkung durch das Smartphone wurde eliminiert.

Sauber und geordnet

Abgesehen davon, dass Sauberkeit und Hygiene inzwischen einen noch höheren Stellenwert haben als vor der Corona-Krise, kann es ein richtig gutes Gefühl sein, den Arbeitsplatz zu säubern. Staub entfernen, feuchte Tücher nutzen, Dokumente einordnen etc. kann eine große Hilfe sein. Dass die vielgenutzten modernen „Werkzeuge“ wie Maus und Tastatur sauber sind, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, ist aber in vielen Büros nicht der Fall. Machen Sie es also zumindest zuhause besser!

Es gibt auch Unterschiede zum Büro, die an vielen Home Office-Arbeitsplätzen schwieriger zu bewältigen sind. Beispiel: Das Kabelmanagement. Stellen Sie sicher, dass sie Ihre Geräte nicht ungewollt vom Schreibtisch reißen. Dabei können schon kleine Kabelhalter helfen, die man auch selbst herstellen oder andere Dinge zweckentfremden kann. Wenn gewünscht, können Sie auch farbige Aufkleber verwenden, sodas nicht aus Versehen wichtige Kabel aus der Steckdose gezogen warden.

Es geht auch papierlos!

Die jetzige Situation bietet auch Gelegenheit, neue Gewohnheiten zu schaffen. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass Sie Ihre Notizen nicht mehr in einem analogen Notizbuch verwahren, sondern Apps wie EverNote oder OneNote nutzen. Wir raten an dieser Stelle zu OneNote, weil es Teil von Microsoft 365 ist und damit auch praktische Schnittstellen zu anderen Microsoft-Apps wie Teams enthält. Wussten Sie z. B. dass Sie auf Notizbücher für Ihre Projektteams in Teams nutzen können? Diese Funktionen sind sehr einsteigerfreundlich und bieten einen hohen Mehrwert – versuchen Sie es einfach mal!

Wenn Sie schon einen Schritt weiter sind und alle Dokumente digital in einer Dokumentenmanagementsoftware verwalten und archivieren, ist das natürlich noch besser. Diese Organisation betrifft zwar nicht nur Ihren Arbeitsplatz, aber ist durchaus ein Teil davon. Und seien Sie ehrlich: Wie oft haben Sie sich schon eine Suchfunktion für Ihre Notizen oder Dokumente gewünscht? Digital sind solche Dinge selbstverständlich und in sekundenschnelle erledigt.

Fazit

Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, Ihre beste Arbeit so effizient wie möglich zu erledigen, können Sie durch eine höhere Produktivität mehr Zeit für andere wichtige Dinge lassen. Deshalb unser Appell: Schauen Sie sich Ihren Arbeitsplatz genau an, und fangen Sie an, ihn zu verbessern. Dazu gehört auch z. B. natürliches Licht oder LED-Licht, eine gesunde Sitzposition und ggf. ein Stehschreibtisch und viele weiteren Dinge. Bei fast alles Arbeitsplätzen kann man mit einer geringen Investition was Zeit und Kosten betrifft große Sprünge in der Produktivität machen. Besonders im Home Office gilt aber auch: Arbeit und privates trennen. Das können Sie schon mit einfachen Maßnahmen wie dem Verstauen des Arbeitslaptops erreichen – damit fällt es viel leichter, von der Arbeit abzuschalten und sich am nächsten Tag auch wieder gut darauf fokussieren zu können. Viel Erfolg!